SVP-Ortsparteien im Thal-Gäu

07.09.2010

Genau lesen kann entscheiden!

Wenn es um das Thema HarmoS geht, worüber wir am 26. September abzustimmen haben, hören wir von den Gegnern vor allem das Argument der Einschulung mit 4 Jahren. Tatsächlich gibt dies zu denken, dass jedes Kind mit 4 Jahren obligatorisch früheingeschult werden soll (Art.5 Abs.1). Kleinkinder sollen durch besondere Massnahmen zusätzlich unterstützt werden. Was harmlos klingt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Freipass für Hunderte Heilpädagoginnen, ihre Finger nun auch nach den obligatorisch eingeschulten Kindergärtnern auszustrecken. HarmoS verleiht noch mehr Spielraum für sonderpädagogische Massnahmen. Denn jedes Kind wird nach HarmoS bedarfsgerecht unterstützt. Im Klartext: Unsere 4-Jährigen werden vom Staat mit Logopädie, Psychomotorik, Lern- und Ergotherapie bis zum Abwinken behandelt. Dies in einem heiklen Alter, in welchem sie am besten in der Obhut der Eltern wären.

Es ist dies aber längst nicht das einzige und wichtigste Argument!

Wenn man den Gesetzestext genau liest, dann bleibt einem die Spucke im Hals stecken. Da will man doch tatsächlich mit der interkantonalen Vereinbarung bewirken, dass die Kantone organisatorische Massnahmen ergreifen müssen, um in Kursen die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, in ihrer - Zitat „heimatlichen Sprache und Kultur“ (Art. 4 Abs.4), zu fördern!

Sieht so die vielbeschworene Integration der Linken aus? Integration sollte vielmehr darauf hinzielen, unsere Sprache zu erlernen und unsere Kultur kennenzulernen und zu verstehen.
Wer bezahlt all diese Therapien und Kurse, sowie die von den Gemeinden zu organisierenden Tagesstrukturen? Sie und ich als Steuerzahler! Also lesen sie genau, bevor sie abstimmen.
Wenn ich nun noch von den Befürwortern höre, es ändere sich ja fast nichts mit HarmoS, dann staune ich über deren Blauäugigkeit. Dann wäre nämlich HarmoS unnötig und man kann es sowieso ablehnen.

Als Mitglied der Fachkommission Schule sehe ich, dass dieser sinnlose Reformwahn in unseren Schulen die Lehrer langsam an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringt.
Ich stimme daher entschieden NEIN zu beiden HarmoS-Vorlagen, zugunsten der Lehrer, der Eltern, der Steuerzahler und vor allem der Kinder.

Beat Künzli
Laupersdorf