SVP-Ortsparteien im Thal-Gäu

14.09.2010

HarmoS-Stand in Balsthal

Das NEIN formiert sich immer stärker

Noch bevor unser Stand mit allen Unterlagen bestückt war, kam auch schon der erste Besucher an unseren HarmoS-Stand und teilte uns freundlich und ehrlich mit, dass er ja stimmen würde. „Es wäre doch gut, wenn alle Kantone den gleichen Ausbildungsstand hätten, schon wegen einem möglichen Wohnungswechsel in den Kanton Aargau oder ins nahe gelegene Baselland oder Bern“.   Wir gaben ihm Recht! 

Dagegen hätten auch wir nichts einzuwenden. Leider fand er keine Zeit für die wirklichen Argumente dagegen. Fast zweihundert Wählerinnen und Wähler besuchten den durch Inserate gross angekündigten Informationstand HarmoS-Nein, an der belebten Goldgasse.

Neben der Vize-Präsidentin der SVP-Schweiz, Grossrätin Nadja Pieren, begrüssten Kantonsrat Bruno W.Oess, Gemeinderat Georges Rütti (Ressortleitung Bildung) die interessierten Eltern und Grosseltern. Selbst Gemeinderäte aus den verschiedenen Gemeinden halfen mit, Fragen der Standbesucher zu beantworten. Viele der Standbesucher gaben zu -  den Konkordatstext in der Abstimmungsbroschüre nicht,  oder nicht korrekt gelesen zu haben.  Nationalrat Walter Wobmann und Kantonalpräsident Heinz Müller, welche unseren Stand besuchten,  freuten sich über die ihnen übergebenen Unterschriftsbögen.

Initiativ-Bögen wurden im Minutentakt unterschrieben

Über 130 Unterschriften für die „Familieninitiative“ und vor allem die „Volkswahl des Bundesrates fanden aus bekannt aktuellem Anlass, steigendes Interesse. Eine MEDIENMITTEILUNG des überparteilichen Solothurnischen Komitees gegen HarmoS, vom 11. September 2010, welche am Morgen bei uns eintraf wurde in 300 Exemplaren kopiert und ebenfalls am Stand oder direkt durch Mitglieder im Rundgang durchs Dorf verteilt.

Dass die Gegner der Schulreform HarmoS alleine gegen eine Übermacht aus Regierung, Mehrheit des Kantonsrats, Kantonsverwaltung und Verbände ankämpfen müssen, war klar, ist nicht neu und im Kanton Solothurn auch kein Grund, eine Abstimmung nicht gewinnen zu können, wie zahlreiche Beispiele in den letzten Jahren gezeigt haben. Dass die Medien in für die Regierung heiklen Phasen nicht selten gleichgeschaltet werden ist ebenfalls bekannt. Bei der HarmoS-Abstimmung aber berichten sie nicht nur einseitig, sondern auffällig unkritisch. Und das ist bedenklich.  www.harmos-so-nein.ch   

Bruno W. Oess
Kantonsrat, Balsthal