SVP-Ortsparteien im Thal-Gäu

06.12.2007

(Wehr)männer „kastrieren“?

In der aktuellen Armeewaffen-Diskussion wird immer wieder behauptet, es gebe heute keinerlei militärische Begründung dafür, dass die Schweizer Armee die Ordonanzwaffe an die aktiven Soldaten abgibt. Zu Recht?

Die Schweizer Armee fusst gemäss der Bundesverfassung auf der allgemeinen Wehrpflicht und dem Milizsystem. Das Milizprinzip wiederum beruht auf dem staatspolitischen Verständnis des Bürgers als bewaffneter Bürgersoldat. Dies führt folglich dazu, dass in der Schweiz der dienstpflichtige Privatbürger gleichzeitig auch bewaffneter Soldat ist und man von ihm erwartet, dass er im Ernstfall für sein Land und dessen Bevölkerung sein Leben einzusetzen bereit ist. Damit er seine persönliche Dienstwaffe jederzeit sicher im Griff hat und in der Lage ist, seinen Auftrag zu erfüllen, lässt man ihn auch ausserhalb des Dienstes (beispielsweise am Feldschiessen oder Obligatorischen) seine Fähigkeiten im Schiessen und in der Handhabung seiner Waffe überprüfen und schulen. Denn ein Wehrmann, der ungeübt ist im Umgang mit seiner Waffe, ist ein gefährlicher und unvorbereiteter Wehrmann!
Das ausserdienstliche Schiessen ist somit eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Miliz. Würden die Waffen ins Zeughaus verbannt, wäre die Durchführung des Obligatorischen aufgrund des stark abgebauten, zentralistisch organisierten und sehr beschränkten Logistikwesens der Armee 21 kaum mehr möglich und das Ende der Milizarmee die logische Folge. Deshalb macht es durchaus Sinn, dem aktiven Soldaten seine Ordonanzwaffe anzuvertrauen und mit nach Hause zu geben.
Die Forderung der Linken und ihrer scheinbürgerlichen Gehilfen, dem zur Verteidigung verpflichteten und verantwortungsvollen Wehrmann seine persönliche Waffe wegzunehmen, bedeutet daher seine Entmündigung und ist pervers! Damit werden die Bürgersoldaten ihrer Wehrfähigkeit, ihrer Mittel und ihrer Verantwortung beraubt und vom Staat geradezu „kastriert“. Wer kein Vertrauen in den mündigen und verantwortungsbewussten Bürger hat, stellt letztlich nicht nur die Milizarmee, sondern den gesamten Staat in Frage.

Christian Werner, Offizier und SVP-Gemeinderat, Olten

08.10.2007

Schwarze Schafe in Bern

Von Lt Christian Werner, Gemeinderat, Olten SO

Am Samstag versammelten sich tausende SVP’ler in Bern, um auf dem Bundesplatz unter dem Motto „Einstehen für die Schweiz“ an einer friedlichen, familiären und notabene bewilligten Kundgebung teilzunehmen. Doch das Komitee „schwarzes Schaf“ um den grünen Berner Stadtrat Daniele Jenni hat zur unbewilligten Demonstration gegen die SVP aufgerufen. Ganze Herden von schwarzen Schafen sind diesem Aufruf gefolgt und haben in einem regelrechten Saubannerzug den Bundesplatz in Schutt und Asche gelegt, Autos in Brand gesteckt, friedliche SVP-Kundgebungsteilnehmer angegriffen und etliche von diesen verletzt. Dieser Exzess linker Gewalt ist eine absolute Schande für die ganze Schweiz und eine Konsequenz der Verharmlosung und Verhätschelung linksextremer Gewalttäter durch die links-grünen Politiker. So setzt sich zum Beispiel die links-grüne Stadtberner Regierung noch heute dafür ein, dass die Reithalle, die den linken Chaoten als Rekrutierungszentrum dient und auch am Samstag von diesen als Zufluchts- und Rückzugsort benutzt wurde, vom Steuerzahler subventioniert wird. Diese durch die Linken verschuldeten Zustände sind unhaltbar und gefährden unsere Grundrechte, unsere Demokratie und unsere Freiheit. Sie haben am 21. Oktober die Möglichkeit, eine politische Korrektur vorzunehmen und für mehr Sicherheit und Schutz unbescholtener Bürger zu sorgen. Darum: wählen Sie in zwei Wochen SVP!

Christian Werner, Olten
SVP-Gemeinderat und Nationalratskandidat

 

03.10.2007

Einer von uns?

Von Bruno W.Oess, Balsthal

Immer kann man auf solche Aussagen nicht stolz sein. Bis anhin hat ein harter aber grundsätzlich fairer Wahlkampf stattgefunden. In vielen Gemeinden stehen heute sehr viele Wahlplakate. Es sind nun mal nur alle 4 Jahre Nationalratswahlen. Die Bürger sind tolerant. Das Stimmvolk soll unter all den klugen, fähigen, staatsmännisch wirkenden  Persönlichkeiten jene heraussondieren, welche die Interessen und Anliegen der  Schweizer in Bern vertreten sollen. Ein äusserst demokratischer Prozess, auf welchen viele Nachbarländer neidisch auf uns blicken.

Ein Kranz sei  allen Gemeindepräsidenten gewidmet, welche für einen fairen Wahlkampf  sorgen und nicht für jedes gestellte Plakat, mit oder ohne schriftliches Gesuch, ihre wertvolle Zeit vertrödeln und es unter Kostenfolge amtlich angeordnet entfernen lassen.

Nun geht es in die ernste Phase. Panik macht sich bei einigen Parteien und  Nationalratskandidaten breit.  Die ersten mit Hakenkreuz versehenen Wahlplakate tauchten in Oensingen auf. Alle Wahlplakat-Vandalen, gleich welcher Couleur, sind zu verurteilen – zu viele Arbeitsstunden wurden durch fleissige Helfer der verschiedenen Parteien und Kandidaten geleistet.

Besonderes erwähnenswert sei dabei der Stadtpräsident und SP Nationalrat Boris Banga. Er ist ein Musterbeispiel für einen, der die Stadt Grenchen angeblich sauber halten will. Kein Verkehr, abgeschottet  -  und möglichst nur mit seinen Wahlplakaten versehen. Oder hat ihn die Panik ergriffen?  Er mag keine Konkurrenz auf „seinem“ Territorium. Unter dem Vorwand, es müssten gerade jetzt in der Wahlzeit einige Lampenkandelaber gereinigt werden, hat doch der genervte Stadtpräsident und Nationalrat keine anderen Sorgen. Auf persönliche Anweisung liess er einzelne Wahlplakate von seinem Ratskollegen, Nationalrat Walter Wobmann, entfernen. Obwohl keine Rechtsgrundlage besteht, konnte er nicht einmal eine glaubwürdige Erklärung abgeben. Herr Banga ist wirklich keiner von uns.

Bruno W.Oess, Balsthal

08.09.2007

Milizsystem in Gefahr

Von Lt Christian Werner, Gemeinderat, Olten SO

Die Schweizer Armee fusst entsprechend der Bundesverfassung auf dem Milizsystem. In der heutigen Armee sind jedoch etliche Tendenzen auszumachen, die unsere Miliz zunehmend aushöhlen. Als junger Offizier, der seine gesamte Ausbildung in der Armee XXI absolviert hat und dieses Konzept selbst erlebt hat, will ich anhand zweier Beispiele aufzeigen, weshalb die Miliz in der Schweizer Armee in Gefahr ist.

Ein erstes grosses Problem scheint mir das Zeitmilitärsystem zu sein, das mit der Armeereform XXI eingeführt wurde. Weil diese Problematik in der Politik zu meinem Unverständnis kaum thematisiert wird, drängen sich an dieser Stelle ein paar kurze Ausführungen auf.
Zeitmilitärs sind Angestellte der Armee, die ihre Tätigkeit zeitlich befristet auf höchstens fünf Jahre ausüben. Ihr Auftrag ist es, die Ausbildung zu unterstützen und verschiedene andere Dienstleistungen sicherzustellen. Der Arbeitsvertrag eines Zeitmilitärs basiert auf einer 45-Stunden-Woche, sämtliche geleistete Überzeit muss kompensiert werden. Und genau hier liegt ein grosses Problem: Es ist meines Erachtens geradezu absurd, einen Feldweibel oder Kompaniekommandanten 45 Stunden pro Woche anzustellen. Die Konsequenzen dieses nicht mehr auftragsorientierten Systems habe ich selbst miterlebt: Die Zeitmilitärs erfüllen während drei, vier Tagen ihre Aufträge und kompensieren die restliche Zeit der Woche ihre Überzeit  – im Urlaub.
Daraus resultiert, dass die Milizkader einspringen und, nebst ihren eigenen Aufträgen, auch noch diejenigen der Zeitmilitärs erfüllen müssen.
Überdies geniessen Zeitmilitärs gegenüber der Miliz etliche Privilegien. So ist zum Beispiel die Ausrüstung eines Zeitmilitärunteroffiziers besser als die eines Milizoffiziers. Diese ersten Anzeichen einer Zweiklassen-Armee schaden dem Korpsgeist und sind eindeutige Indizien dafür, dass die Wertschätzung für die Miliz gewaltig abgenommen hat.

In einer Milizarmee leistet der Soldat als bewaffneter Bürger Dienst, um im Ernstfall seine Familie, Heimat, Hab und Gut verteidigen zu können. Er ist bereit, seine Pflicht zur Verteidigung zu erfüllen. Sicherlich aber hat der durchschnittliche Milizsoldat keinerlei Interesse daran,  in einem fremden Land unter fremder Herrschaft fremden Interessen zu dienen und dabei sein Leben zu riskieren.
Beim Swisscoy-Einsatz im Kosovo ist jedoch genau dies der Fall. Die Auslandeinsätze der Schweizer Armee sind daher meiner Meinung nach niemals mit dem Grundgedanken der Miliz zu vereinbaren. Vielmehr handelt es sich fast schon um eine Art Söldnertum. Dies auch deswegen, weil die Schweizer Soldaten im Ausland nicht Angehörige der Streitkräfte einer am Konflikt beteiligten Partei sind und oftmals primär der guten Entlöhnung wegen dieses Auslandengagement antreten.
Seit geraumer Zeit wird nun darüber diskutiert, Milizoffiziere zu einem Auslandeinsatz zu verpflichten, weil offenbar zu wenig Freiwillige gefunden werden können. Gleichzeitig will Bundesbern das Auslandengagement ausbauen.
Diese Diskussionen und Überlegungen zeigen in meinen Augen eindeutig auf, dass der Milizgedanke in unserer Armee leider immer stärker in den Hintergrund gedrängt wird.

Als überzeugter junger Milizoffizier bin ich klar der Meinung, dass wir dies nicht tolerieren dürfen und die Fahne der Miliz hochhalten müssen. Das Zeitmilitärsystem sollte wieder abgeschafft werden und Armeeführung und Politik täten gut daran, künftig auf Auslandeinsätze zu verzichten und sich stattdessen wieder vermehrt auf die Fundamente unserer Milizarmee zurückzubesinnen.